Der Kölner DomDie gotische Kathedrale ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Deutschland und gehört seit 1996 zum Weltkulturerbe der Unesco
Der Kölner Dom oder auch die "Hohe Domkirche St. Peter und Maria" ist das Wahrzeichen Kölns und Deutschlands größte Kathedrale. 1248 legte Erzbischof Konrad von Hochstaden den Grundstein an der Stelle, wo zuvor der alte, in 870 vollendete karolingische Dom gestanden hatte. Grund für den Neubau waren die 1164 durch Erzbischof Rainald von Dassel aus Mailand überführten Gebeine der Heiligen Drei Könige, die Köln größere Bedeutung, einen ungeheuren Pilgerandrang und viel Geld einbrachten. Und so sollten die Reliquien nun eine prächtige und würdige Ruhestätte erhalten. Erst ging der Neubau zügig voran, wegen Geldmangels wurde er 1560 jedoch eingestellt. Erst im Jahre 1842 (!) und auf Betreiben des preußischen Königs begann der Weiterbau. 1880 wurde der Dom im Beisein von Kaiser Wilhelm I. eingeweiht. Er war zu dieser Zeit das größte Gebäude der Welt mit einer Grundfläche von 8.000 qm und einer Höhe von 157 Metern. Seit 1996 gehört der Kölner Dom zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der Dom beherbergt Kunstschätze, die man unbedingt besichtigen muss, so etwa der Goldschrein (um 1200), in dem die Gebeine der Heiligen Drei Könige ruhen, sowie das Gerokreuz (um 970), ein monumentales Kreuz und zugleich die älteste Großplastik des Abendlandes. Auch die farbigen Glasmalereien, das geschnitzte Chorgestühl, die Mailänder Madonna oder das Dombild von Stefan Lochner (der "Altar der Stadtpatrone" von 1450) darf man nicht verpassen. Zu empfehlen ist ferner ein Besuch in der Schatzkammer und der Turmaufstieg auf 95 Metern Höhe, von wo man einen herrlichen Blick über ganz Köln genießen kann. Der Dom ist täglich von 6:00 bis 19:30 Uhr geöffnet. Nice City Tours führt Sie durch die Kathedrale bei einer spannenden Domführung an Ihrem Wunschtermin.
Weltberühmt und wunderschön
Blick auf das Kölner Altstadtpanorama.
Foto: Nice City Tours
Römische Spuren in KölnDurch die römische Herkunft gehört Köln zum Hochadel der deutschen Städte. Zahlreiche Ausgrabungen und Funde lohnen einen Besuch
Prätorium. 1953
wurden unter dem Kölner Rathaus die Fundamente des "Prätoriums"
entdeckt. Dies war vor 2000 Jahren der Palast des Statthalters der
römischen Provinz "Niedergermanien" . Die unterirdisch gelegenen Funde
können ebenso wie ein mannshoher Abwasserkanal aus der Römerzeit
besichtigt und durchlaufen werden. Tipp: Unsere Führung "Römer in Köln", bei der auch das Prätorium und der Kanal besichtigt und ausführlich in spannenden Geschichten erklärt werden.
Römisches Nordtor. Der
Steinbogen gehörte zum römischen Nordtor und war dort der rechte
Seitendurchgang. Das Nordtor ist rechts vor dem Dom-Hauptportal zu
finden. Der Mittelbogen mit Initialen Kölns als römische Colonia (CCAA)
ist im Römisch Germanischen Museum ausgestellt. Das Tor ist immer
zugänglich. Wo? Zwischen dem Kölner Dom und der Terrasse von Café Reichard. Tipp: Unsere Führung "Römer in Köln", bei der auch das Römische Nordtor und Stadtmauerreste in der unterhalb gelegenen Tiefgarage besichtigt und ausführlich in spannenden Geschichten erklärt werden.
Römerturm. Nach
der Erhebung Kölns (als eine Siedlung der Ubier) zur römischen
Provinzstadt in 50 n. Chr., wurde die erste Stadtmauer gebaut. Sie hatte
eine Außenlänge von vier Kilometern und 19 Türme. Ein einziger ist bis
heute noch erhalten geblieben. Es ist der heute sog. "Römerturm", einer
der Ecktürme der Mauer, der noch mit farbigen Steinen verziert ist. Er
ist frei zugänglich. Wo? Zeughausstraße/Ecke St. Apern-Straße. Tipp: Unsere Führung "Römer in Köln", bei der auch der Römerturm und die dort anschließenden Stadtmauerreste besichtigt und ausführlich in spannenden Geschichten erklärt werden.
Heumarkt und Alter Markt Einst floss anstelle der beiden zentralen Altstadtplätze der Rheinstrom, anstelle der Treppe zum heutigen Rathaus war die Hafenkaimauer
Heumarkt und Alter Markt (Foto)
sind die größten Altstadtplätze mit einer langen Geschichte. Der
Heumarkt war im Mittelalter ein bedeutender Handelsplatz. Sehenswert ist
dort etwa das Haus "Zum St. Peter", das 1568 im Stil der
Spätrenaissance erbaut wurde. Das Herz der Altstadt ist für
viele Kölner aber der benachbarte Alter Markt, und so sehen das wohl
auch die Besucher. Denn der Platz ist ein gemütlicher Ort und so ideal
für die vier Straßencafés mit Blick auf den Rathausturm, von wo täglich
zwei- mal das Glockenspiel ertönt. Das Doppelhaus "Zur Bretzel"/"Zum
Dorn", 1580 erbaut im Stil der Renaissance mit den typischen Giebeln und
kunstvoll verzierten Fenstern, ist ebenfalls sehenswert. In der
Platzmitte nicht zu verfehlen ist der Brunnen von 1884 mit dem
steinernen Reitergeneral Jan von Werth. Der "Kallendresser", einer
kleinen grünspanigen Bronzefigur des Kölner Künstlers Ewald Mataré
(1887- 1965) am Haus Alter Markt 24, hält seinen Betrachtern den Hintern
hin. Vom Rathausturm streckt der "Platzjabbeck", ein holzgeschnitzter
Kopf, zur vollen Stunde seine Zunge auf den Platz hinaus. Beide Figuren
zeigen damit auf eine derb-scherzhafte Weise, was sie von den "Hohen
Herren" im Amt und Würden halten. Nächste U-Bahnhaltestellen: Dom/Hbf und Heumarkt. Alter Markt, Heumarkt und viele weitere Plätze der Kölner Altstadt gehören zu unserer Panoramatour.
Kölner Sagen und SpieleKöln ist reich an Anekdoten, Legenden und Sagen. Hier einige Beispiele. Die Puppenspiele am Eisenmarkt sind für Jung und Alt zu empfehlen.
Heinzelmännchen von Köln. Einst war es in Köln am Rhein, dass die fleißigen Heinzelmännchen den
Handwerkern halfen und über Nacht war die Arbeit getan, bis die
neugierige Frau des Schneiders Erbsen auf die Treppe streute. Als die
Heinzelmännchen purzelten und zürnten, war es mit den Diensten vorbei
und bis heute heißt es wehmütig: "Ach wie war's in Köln doch ehedem mit
Heinzelmännchen so bequem!" An diese Sage erinnert ein Brunnen neben
dem Brauhaus Früh am Dom (Foto oben).
Der Heinzelmännchenbrunnen ist Bestandteil unserer Altstadtführung, Brauhaus-Tour und Panoramatour.
Jan von Werth. Knecht Jan (1593-1652) ist in die Magd Griet verliebt, wird aber
abgewiesen, weil er ihr zu arm ist. Es folgt dann der Dreißigjährige
Krieg, aus dem Jan der Sage nach als Reitergeneral zurückkehrt. Jetzt wird er von Griet umworben, nun hat Jan kein Interesse mehr an ihr.
Diese Geschichte wird an Weiberfastnacht immer vor dem Severinstor
aufgeführt. An Jan von Werth erinnert in Köln auch der Brunnen mit einem
lebensgroßen Standbild auf dem Alter Markt und ein Karnevalsverein, der
den Namen des Bauernsoldaten trägt.
Hänneschen-Theater. Das Stockpuppentheater mitten in der Altstadt gibt es seit 1802, es zeigt Stücke aus dem Leben kölscher Originale mit ihren Sorgen und Nöten. Hauptfigur ist das "Hänneschen" - ein pfiffiger und frecher Junge, der mit seiner Freundin "Bärbelche" jedes Problem gewitzt zu lösen weiß. Klingt nach Kinderprogramm, doch Theater und Geschichte sind auch bei Erwachsenen seeehr beliebt. In den Stücken wird Kölsch gesprochen, doc ist die Handlung auch für Nicht-Kölner verständlich. Das Theater ist mitten in der Altstadt am Eisenmarkt. Die Karten sind schnell vergriffen, deshalb lange vorausplanen. Infos unter 258 12 01. Zur Hänneschen-Site
Kölsche Sagen und Spiele sind fester Bestandteil in jeder Stadtführung von Nice City Tours Köln. Bitte besuchen Sie unsere Programmseite.
Denkmäler und Sehenswertes
Historisches Rathaus
Das Historische Rathaus zu Köln wurde um das Jahr 1330 erbaut und in der Folgezeit mehrfach erweitert. So kam im Jahr 1444 der 61 Meter hohe Rathausturm und in 1571 die so genannte Renaissance-Laube, also der Vorbau über dem Rathauseingang, hinzu. Von dort wurden dem Volk die Ratsbeschlüsse verkündet. Heute ist das Historische Rathaus eine schöne Mischung aus alten und modernen Elementen. Noch gut erhalten und schön anzusehen ist etwa der Löwenhof mit dem Brunnen und der Hansasaal von 1330 in Erinnerung an Köln als damalige Hansestadt. Zum Rathauskomplex gehört schließlich der Spanische Bau mit dem Standesamt. Täglich um 12 und 17 Uhr ertönt das Glockenspiel vom Rathausturm. Es werden Führungen angeboten. Infos unter 221-30400. Alter Markt, der Eingang ist am Rathausplatz. Das Rathaus gehört zum Programm der Altstadtführung.
Der Gürzenich
Der Gürzenich ist heute die historische Festhalle Kölns und zugleich die "gute Stube" der Stadt. 1444 in der Nähe des Rathauses erbaut, war er des "Rates Tanzhaus" für städtische Tanzfeste und Ratsessen. Der Name "Gürzenich" geht auf eine alte Kölner Adelsfamilie zurück, auf deren Grundstück der Prunkbau errichtet wurde. Auf der Fassade sind Wappen und Statuen römischer Feldherren zu sehen. Schön auch die eckige Zinnenbrüstung und die achteckigen Türmchen. Innen im großen Festsaal wurde seit je auch immer wieder höchster Besuch empfangen, Kaiser und Könige waren hier zu Gast. Im 17. Jahrhundert war der Gürzenich sogar ein Kaufhaus, nach 1800 erhielt er die frühere Nutzung zurück. Heute ist der Gürzenich jedes Jahr Schauplatz für gehobene Veranstaltungen, wie etwa prunkvolle Sitzungen und Bälle an Karneval. Martinstr. 29. Der Gürzenich gehört zur Altstadtführung. Altstadt und Rheinpanorama
Neben einem Besuch im Kölner Dom gehört ein Altstadtbummel zum Pflichtprogramm für jeden Köln-Besucher. Wer in Köln "Altstadt" sagt, meint das Martinsviertel rund um die Kirche Groß St. Martin. Die Basilika aus dem 10. Jahrhundert prägte lange vor dem Dom das Rheinpanorama Kölns. Im Mittelalter mussten die Schiffe vor der Altstadt ihre Fracht ausladen und die Waren drei Tage anbieten. An den Handel und das Stapelrecht erinnern die vielen kleinen Altstadtplätze wie der Buttermarkt, Fischmarkt oder Eisenmarkt. Nicht nur der Fischmarkt direkt am Rhein ist auch heute ein schöner Fleck in der Altstadt, wo man vor allem im Sommer im Biergarten sitzen und schauen kann. Für Besuchergruppen empfiehlt es sich, eine Altstadtführung zu buchen. Altstadt und Rhein erwarten Sie bei unserer Panoramaführung. Die Stadttore
Von ehemals 12 Toren der letzten Stadtmauer Kölns aus dem Mittelalter sind nur noch drei große Tore übrig geblieben: Am Eigelsteintor in der Altstadt Nord erinnert in einer Nische der "Kölsche Boor" (Bauer) als Standfigur an die Landwirtschaft, die hinter dem Tor begann. Am Rudolfplatz steht das Hahnentor, wo im Jahre 1794 die französischen Revolutionstruppen einmarschierten. Am Chlodwigplatz steht das Severinstor über der alten Römerstraße in Richtung Bonn. Tipp: Unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt in Köln, die an zwei Stadttoren und anderen Denkmälern vorbeiführt.
Die Mikwe und laufende Ausgrabungen für die archäologische Zone
Im Mittelalter befand sich mitten in der heutigen Altstadt und am Rathaus das Judenviertel. In dessen Mitte lag die "Mikwe", das jüdische Kultbad von 1170. Nah an der Synagoge, diente es den Juden als Ort der kultischen Reinigung. "Mikwe" bedeutet übersetzt "Ansammlung lebendigen Wassers" in einem Brunnen, der direkt vom Grundwasser gespeist wurde. Als das jüdische Viertel zerstört und die Juden 1424 aus Köln vertrieben waren, geriet die Mikwe in Vergessenheit. 1956 wurde sie freigelegt und konnte seit 1988 von jedermann kostenfrei besichtigt werden. Der Eingang zur Badeanlage in 16 Metern Tiefe war wegen der Glaspyramide nach Louvre-Vorbild nicht zu übersehen. Aktuell und vorerst kann man die Mikwe nicht besichtigen. Denn auf dem gesamten Areal finden Ausgrabungen statt, um die "Via Culturalis" bzw. ein unterirdische archäologische Zone zu schaffen. Überbaut wird sie durch das geplante Jüdische Museum Köln. Der Besuch der Ausgrabungen lohnt sich, denn man wird durch Tafeln gut informiert. Rathausvorplatz.
Farinahaus
Gleich gegenüber dem Rathaus befindet sich das Stammhaus der Familie Farina, die dort seit 1709 residiert und bis heute für ihr Eau de Cologne weltberühmt ist. Es ist das originale Kölnisch Wasser, um das es in 300 Jahren viel Streit wegen ebenso vieler Nachahmungen gab. Eine davon war und ist ein wohl noch bekannteres Eau de Cologne mit vier Ziffern. Johann Maria Farina aber kam aus Italien nach Köln und kreierte hier das erste Duftwasser, mit großem Erfolg. Denn es war in einer Zeit großen Gestanks ein ganz neuer, weil frischer Duft. Die Zutaten sind bis heute Zitrusfrüchte und Bergamotte. Dies und vieles mehr erfährt man im Farinahaus, wo man auch eine Führung durch die Ausstellung und den Keller buchen kann. Je nach Termin tritt der Führer in Kleidung des 18. Jahrhunderts auf. Gülichplatz. Hier geht es zur Internetseite des Kölner Farinahauses.
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