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Die Romanischen Kirchen in Köln
Köln wurde im Mittelalter als "heilig" tituliert, denn in keiner Stadt jenseits von Rom gab es mehr Kirchen. Wenn auch durch die Sakularisation und die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges viele Kirchen verschwanden, so verfügt Köln nach dem Wiederaufbau über den weltberühmten "Kranz" der zwölf romanischen Kirchen. Jede einzelne ist einen ausführlichen Besuch wert. Daher empfehlen wir Ihnen, eine Stadtführung "Romanische Kirchen" zu buchen.
St. Andreas. Ein Vertreter der Spätromanik, erbaut ab 1200, Mischung aus Romanik und Gotik. Seit 1947 Konvent des Ordens der Dominkaner, die schon vor Jahrhunderten die Gebeine ihres berühmten Bruders mitbrachten: des Heiligen Albertus Magnus, der als Universalgelehrter hier in Köln wirkte (er gilt als Vorvater der Kölner Universität), 1280 starb und jetzt in einem Steinsarkophag in der Krypta ruht. Unbedingt sehenswert auch wegen der neuen und wunderbaren Fenster des Künstlers Markus Lüpertz. Und schließlich ist St. Andreas die Kölner "Brauerkirche". Denn der im Kirchenschiff aufgestellte Rosenkranz-Flügelaltar zeigt mit St. Peter aus Mailand den Schutzheiligen der Kölschbrauer. Adresse: Andreaskloster.
St. Aposteln. Ursprünge aus dem 11. Jahrhundert. Typisch ist der in der Kölner Romanik verbreitete Kleeblattchor. Darüber erheben sich vorne zwei schlanke Türme, im
Mittelteil ein Achteckturm und hinten der 67 Meter hohe "Apostelklotz".
Innen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg zu den alten auch neue, d.h.
moderne Elemente zugefügt und miteinander verbunden. Die Fresken über dem Altarraum sind wegen ihrer düsteren Gestaltung nach wie vor sehr umstritten. Adresse:
Apostelnkloster 10.
St. Cäcilien. Der einstige Damenstift ging zunächst auf den Orden der Augustinerinnen über und wurde dann 1802 ein Bürgerhospital. 1956 zog mit dem Schnütgenmuseum eine reiche Sammlung sakraler mittelalterlicher Kunst in das Kircheninnere ein. Dies ist nicht nur bis heute so geblieben. Die Ausstellung in St. Cäcilien wurde an das neue Kulturzentrum gleich nebenan ngeschlossen. Darin befindet sich in einem großzügigen Neubau das Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde. Das neue Gebäudeensemble der beiden Museen am Neumarkt sollte man unbedingt besuchen. Adresse: Cäcilienstr. 29-33.
St. Georg. Gehört zu den kleinen romanischen Kirchen. Die von der Severinstraße aus gut sichtbaren riesigen Steinblöcke verraten das biblische Alter der Basilika aus dem 11. Jahrhundert. Spannend und komisch ist die Vorstellung, dass anstelle der Kirche einst eine römische Polizeistation war. Denn nach dem Krieg bautet man gleich gegenüber das Kölner Polizeipräsidium, dies allerdings in Gestalt eines hässlichen Schuhkartons aus Stahl und Glas, der nach Auszug der Beamten derzeit renoviert wird. Adresse: Waidmarkt/Ecke Georgstraße.
St. Gereon. Der Zentralbau mit der Zehneckskuppel entstand im 4. Jahrhundert und wurde später dem Heiligen Gereon geweiht. Der römische Offizier und seine 318 Soldaten der Thebäischen Legion wurden zu Märtyrern, als sich Gereon der Legende nach weigerte, Christen zu töten. Wie die Heiligen Drei Könige und die Heilige Ursula gehört der Heilige Gereon zu den Stadtpatronen Kölns. Die Kirche erhielt 1227 ihr heutiges Aussehen, die romanische und gotische Elemente vereint. In der Gruft ist Hildebold, der erste Kölner Erzbischof, beigesetzt. St. Gereon nimmt den zweiten Rang unter den Kölner Kirchen ein. Adresse: Gereonskloster 2.
St. Kunibert. Die jüngste unter den 12 romanischen Kirchen. Die dreischiffige Kirche wurde ab 1215 gebaut und 1247 -ein Jahr vor Baubeginn des Kölner Doms- vollendet. Nah am Rheinfluss gelegen, war die Stiftskirche zunächst dem Wasserheiligen St. Clemens geweiht. Später aber entschied man, sie nach dem heilig gesprochenen Kunibert zu benennen, der im 7. Jahrhundert in Köln lebte und einer der ersten Kölner Erzbischöfe in fränkischer Zeit war. Adresse: Kunibertsklostergasse 2.
St. Maria im Kapitol. Im Jahre 689 von Plektrudis, der Gattin des fränkischen Hausmeiers Pippin (nach dem die heutige Adresse der Kirche benannt ist), als Damenstift gegründet, baute man die Kirche St. Maria im Kapitol auf den Fundamenten eines römischen Tempels, der den Gottheiten Jupiter, Juno und Minerva geweiht war. Unter Erzbischof Bruno wurde die Kirche dann bis zum 11. Jahrhundert vollendet. In baulicher Hinsicht typisch ist der Dreikonchen- oder Kleeblattchor. Insgesamt ist auch diese Kirche durch Größe und Form beeindruckend. Adresse: Casinostr. 6.
St. Maria Lyskirchen. Nahe dem Malakoff steht die im Vergleich zu den anderen relativ kleine Kirche St. Maria Lyskirchen. Erbaut um 1220, geht der Name Lyskirchen wohl auf eine Patrizierfamilie zurück. Starke Verbindungen zum Handel bestehen bis heute, da etwa der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels im umliegenden Viertel seit langem sein Quartier hat. Und mit dem Handel hat auch zu tun, das anstelle der heutigen Kirche die kleine Kapelle der Rheinschiffer gestanden haben soll. Meter hohe "Apostelklotz".
Innen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg zu den alten auch neue, d.h.
moderne Elemente zugefügt und miteinander verbunden. Adresse: An Lyskirchen 10.
Groß St. Martin. Durch die exponierte Lage am Rhein ist Groß St. Martin nach dem Dom der zweite Stern des Kölner Rheinpanoramas. Sie war vollendet, lange bevor man dies 1880 endlich für den Dom sagen konnte. Denn die Kirche geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Bis 1220 entstand der 84 m hohe Turm und das 25 m hohe Langhaus. Groß St. Martin wurde auf den Fundamenten eines römischen Lagerhauses gebaut, das man unter der Kirche noch heute besichtigen kann. Adresse: An Groß St. Martin, gelegen zwischen Alter Markt und Rheinufer.
St. Pantaleon. Die
Basilika stammt aus dem 11. Jahrhundert. Typisch ist der
Dreikonchenchor, darüber erheben sich vorne zwei schlanke Türme, im
Mittelteil ein Achteckturm und hinten der 67 Meter hohe "Apostelklotz".
Innen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg zu den alten auch neue, d.h.
moderne Elemente zugefügt und miteinander verbunden. Adresse:
Apostelnkloster 10.
St. Severin. Die Kirche wurde auf einem römischen Gräberfeld, damals außerhalb der Stadt, errichtet und ist die älteste unter den romanischen Kirchen Kölns. Denn sie steht an der Straße, die schon zur Römerzeiten Köln mit Bonn verband. Sie datiert bis auf das 10. Jahrhundert zurück, wurde später erweitert und verändert. In der Krypta ist der Namensgeber, der Heilige Severin, Bischof von Köln, begraben. Im Chor ist der Severinsschrein zu bewundern. Adresse: Severinskirchplatz.
St. Ursula. 1135 zu Ehren der Heiligen Ursula errichtet. Nach Rückkehr von einer Pilgerreise nach Rom wurden die englische Königstochter und ihre zehn Dienerinnen (Jungfrauen) der Legende nach von Hunnen vor der Kölner Stadtmauer ermordet. Die Barbaren um Attila hatten zuvor die Stadt belagert, als ihnen die unglückliche Damengruppe in die Hände fielen. Nach dem Blutbad zogen die Krieger ab. Köln war gerettet und dankte es Ursula mit der Erhebung zur Kölner Stadtpatronin. Sie und die Jungfrauen sind als 11 schwarze Zungen im Kölner Stadtwappen verewigt. In der Kirche ebenso sehenswert ist die Goldene Kammer mit Tausenden von Knochen. Adresse: Ursulaplatz 30.
Weitere Kirchen in der Kölner Altstadt
St. Mariä Himmelfahrt
Die Kirche von 1689 ist Kölns größte Barockkirche, von denen es auch nur wenige gibt. Der Bau ist eine Mischung aus Romanik und Gotik mit den Formen des Barock: Die Fenster gotisch, der Glockenturm im romanischen Stil erbaut. Im Innenraum dieser Jesuitenkirche sind die Skulpturen und Gemälde der Mutter Gottes besonders schön und sehenswert. WO? Marzellenstraße.
Minoritenkirche
Die gotische Kirche der Franziskaner wurde von 1245 bis 1350 erbaut. Die Kirche am Kolpingplatz und damit nur wenige Meter vom Dom entfernt, beeindruckt durch klare Formen und Linien. Sie ist zudem die Grabeskirche für Adolph Kolping (1813-1865), dem Begründer des katholischen Gesellenvereins. Kolping lebte und wirkte in Köln als Domvikar und Rektor der Minoritenkirche.
St. Maria Kupfergasse
St. Maria in der Kupfergasse wurde 1705 im Stil des niederländischen Barock erbaut. Besucht wird die kleine Kirche von vielen Pilgern wegen einer ganz besonderen Statue, der schwarzen Muttergottes. Die ursprünglich helle Figur soll sich dunkel verfärbt haben, als man sie zur Bekämpfung der Pest durch die Stadt trug.
Agneskirche
Eine große, helle und sehr schöne Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Nach ihr wurde ein ganzes Wohnviertel (Veedel) der Innenstadt benannt.
Stadtführungen in Köln: Dom, Altstadt und KirchenDomführungAnlass für den Dombau ab 1248 waren
die 1164 nach Köln überführten Gebeine der Heiligen Drei Könige, die im
Dom bis heute in einem Goldschrein ruhen. Den Schrein besichtigen wir
ebenso wie das weltberühmte Gerokreuz und den "Altar der Stadtpatrone".
Das Tryptichon zeigt den Heiligen Gereon und die Heilige Ursula als Beschützer
Kölns, das wegen seiner vielen Kirchen auch das "Heilige Köln" genannt
wird. Sie werden staunen, welch ungeheure Dimensionen der Dom auf den
8000 qm Grundfläche und den bis zu 42 m hohen Gewölben besitzt. 
Dom
und Altstadt
Wer nicht nur den Dom, sondern auch die Kölner Altstadt
besuchen und dabei viel über die Denkmäler und deren Geschichte
erfahren möchte, der wählt diese Führung. Wir besichtigen die
wichtigsten Denkmäler, Gebäude und Plätze aus der Römerzeit, dem
Mittelalter und der Gegenwart. 
Römer in Köln
Ein spannender Rundgang auf den Spuren der
Römer, die Köln in 50 n. Chr. als "Colonia Claudia Ara Agrippinensis"
gründeten. Wir folgen dem Verlauf der teils noch gut erhaltenen römischen
Stadtmauer und steigen schließlich hinab in die unterirdisch gelegenen
Ausgrabungen des Prätoriums, dem einstigen Palast des römischen Statthalters der Provinz Niedergermanien. Die
Fundamente und die Atmosphäre der Stätte sind beeindruckend, ebenso der
begehbare römische Abwasserkanal, den wir durchlaufen laufen. 
Stadtrundfahrt
Stadtrundfahrten
in Ihrem oder einem von uns bereitgestellten Bus. Es geht vorbei an
Dom, Rathaus, Gürzenich, Resten der römischen und mittelalterlichen
Stadtmauer mit den Stadttoren. Wir zeigen Ihnen einige der zwölf großen
romanischen Kirchen in der Kölner Altstadt und erklären Ihnen alles, was
Sie wissen sollten und möchten. Fragen sind sehr willkommen! Die
Stadtrundfahrt ist eine sehr bequeme Weise, Köln rasch kennen zu lernen. 
Vorträge
Wir holen die Stadtführung in Ihren Konferenzsaal,
Ihr Clubhaus oder den im Hotel gemieteten Seminarraum in Köln und halten
spannende Vorträge zur Geschichte der alten Römerstadt Köln. Geeignet
im Rahmen einer Tagung, einer Club- oder Jubiläumsfeier oder als
Verkaufsveranstaltung der Reisebranche. Ganzjährig möglich und vor allem
im Winter oft "wärmstens" zu empfehlen. Wir informieren und unterhalten
auf einem hohen Niveau ohne Allüren und Fachchinesisch über 45 Minuten -
und helfen Ihnen, Ihr Event zu einem schönen Ereignis werden zu
lassen.

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