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Das Kölner Schauspielhaus
Totgesagte leben länger, so heißt und stimmt es. Das wird am Kölner Schauspielhaus deutlich, das nun doch nicht abgerissen wird
Lust auf Komödie, Tragödie oder Satire? In Köln gibt es gut 25 feste Theater (siehe Auswahl rechts). Das Schauspielhaus dürfte man wohl als Flagschiff bezeichnen, es ist dank kommunaler Subventionen die größte Adresse der Kölner Theaterszene. Und die erwähnten Genres hat das Haus in den letzten zwei Jahren auch in eigener Sache eifrig durchgespielt. Denn es sollte abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Pläne lagen bereits vor, der Wettbewerb war entschieden. Doch dieser Traum (für nicht wenige ein Albtraum ante portas) platzte, als eine Bürgerinitiative aktiv wurde und den Kölner Rat dazu brachte, den schon beschlossenen Neubau zu stornieren. Nun also wird das Theater am Offenbachplatz kernsaniert und bleibt in seiner alten Form mehr oder minder erhalten. Bis dahin gibt es weiterhin 875 Sitzplätze im Gebäude, das 1962 (wie zuvor das benachbarte Opernhaus) vom Architekten Wilhelm Riphahn erbaut worden war. Es ist eher schlicht gehalten, im Zuschauerraum dominieren Schwarz und das Rot des Bühnenvorhangs. Neben der großen Hauptbühne auf dem Gelände zwei weitere Bühnen: das "West-End-Theater" und die "Schlosserei". Im Stadtteil Kalk wurde in 1994 die "Halle Kalk" in einer ehemaligen Fabrikhalle mit 250 Plätzen eröffnet, wo größere Inszenierungen möglich sind. Das Repertoire reicht von klassischen bis zu modernen Stücken. Neue
Intendantin des Kölner Schauspiels ist Karin Beier, auf die man große
Hoffnungen setzt. Offenbachplatz. Kartenvorverkauf im Gebäude der Oper: Mo-Fr. 10-19:30 Uhr, Sa 11-19:30 Uhr, 221-28400. Internet: www.buehnenkoeln.de.
Kölner Schauspielhaus - Karten und Preise
Sitzplätze. Im schwarz verkleideten Saal gibt es 875 Plätze, verteilt auf zwei Reihen Orchestersessel, vier Parkettblöcke und das Hochparkett. Von allen Plätzen sind Sicht und Akustik gut. Natürlich gilt auch hier: je weiter vorne, desto teurer. Leider ist die Beinfreiheit generell bescheiden. Für Rollstuhlfahrer gibt es eigene Plätze. Preise. Karten kosten 9 bis 33 Euro. Ein Platz im 1. Parkett ist freitags und samstags für 26 Euro plus 10% Gebühr zu haben. Bei Premieren sind Zuschläge fällig. Und Azubis, Schüler, Studis erhalten auf allen Plätzen sechs Euro Preiserlass. Karten und Infos. Karten gibt's an der Opernkasse Offenbachplatz ( 221 28400), die montags bis freitags von 10 bis 19:30 Uhr und samstags von 11 bis 19:30 Uhr geöffnet ist, sowie bei "Köln Musik Ticket" unter 28 01. Die Abendkasse 221 28252 öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Der Dresscode ist leger.
Wo Arbeiten und Spaß zusammenfinden
Das Gebäude des Cinedom Multiplex-Kinos im Mediapark Köln. Foto: NCT
Das Cinedom Multiplex-Kino
In Köln das größte Kinocenter mit den meisten Plätzen und Flächen lockt das Cinedom mit guter Erreichbarkeit, Parkraum und Gastronomie
Der Cinedom ist Kölns größtes Filmtheater. 14 Kinosäle mit 2300 Sitzplätzen gibt es hier, davon allein 705 und 497 Plätze in den größten Sälen 4 und 9. Auf den Leinwänden laufen die großen "Blockbuster" aus Hollywood. Die Kinos verteilen sich auf drei Ebenen, die über Rolltreppen und einen Glasaufzug zu erreichen sind. Alle Säle und die Sessel sind komplett in Schwarz gehalten. Positiv wirkt sich neben der Beinfreiheit aus, dass die Sitzreihen nach unten abgestuft sind und man so immer freie Sicht auf die teils
riesigen Leinwände hat. Das Cinedom ist häufig Schauplatz für Filmpremieren, bei denen dann auch die Hauptdarsteller zu Gast sind. Die Kinokarten kosten zwischen 6,00 Euro (bzw. 5,00 Euro für Kinder) und 9,50 Euro je nach Wochentag und Tageszeit. Vorteilhaft ist es, einen Wunschplatz (telefonisch) fest reservieren zu können. Man muss man die vorbestellten Karten aber spätestens 45 Minuten vor Filmbeginn an der Kasse abholen. Die verbleibende Zeit kann (und soll man wohl auch) im Eiscafé, an einer der Cappuccinobar oder beim Pizza essen verbringen. Im Mediapark 1. Infos zum Programm unter 95 19 51 93. Kartenreservierung unter 95 195 195. Internet: www.cinedom.de.
Das Millowitsch-Theater
Obwohl die Familie schon seit Generationen Theater spielt, kam der Durchbruch erst mit Willy und der TV-Übertragung des "Etappenhasen"
Wer einen lustigen und originellen Theaterabend in Köln verleben möchte, dem sei das Volkstheater Millowitsch empfohlen. Es sind einfache Geschichten aus dem Leben, die im Millowitsch-Theater über die Bühne gehen. In jedem Stück geht es stets auch um menschliche Schwächen und Bedürfnisse, um Liebe und Eifersucht, um Lügen, Missverständnisse und Verwechslungen. Immer gibt es mindestens eine Figur, die kein Fettnäpfchen auslässt. Gerade unter diesen Zeitgenossen sind nicht selten Männer, die vom Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Peter Millowitsch gut und gerne selbst verkörpert werden. Das zweifellos originelle daran sind die frechen kölschen Sprüche, die Peter Millowitsch seine Schauspieler sagen lässt oder gleich selbst zum Besten gibt. Für viele Gäste ist es immer etwas Besonderes, das Millowitsch-Theater zu besuchen, denn das Haus ist eine echte Kölner Institution. Die Familie spielt seit über 200 Jahren Theater, doch wurde der Name vor allem durch Willy Millowitsch bekannt, der den Durchbruch 1953 durch eine Fernsehübertragung aus seinem Theater schaffte. 1999 verstarb Willy Millowitsch. Das Theater wird seitdem von Sohn Peter in der siebten Generation geführt. Es ist auch optisch ein angenehmes Theater, im Saal mit dem roten Vorhang finden 384 Zuschauer Platz. In den Pausen drängeln sich die Gäste meist um die Bar, wo unter anderem ein leckeres Kölsch ausgeschenkt wird. Die Kartenpreise für eine Vorstellung im Millowitsch-Theater liegen zwischen 20 und 25 Euro. Aachener Str. 5. Karten bei KölnTicket unter 2801 sowie im Theater drei Stunden vor der Vorstellung unter 25 17 47. Internet: www.millowitsch.de.
Kleinkunst und Theater in Köln
Atelier TheaterPolitisches Kabarett und Kleinkunst stehen hier auf dem Programm. Einst stand hier TV-Stars von heute auf der Bühne, so etwa Harald Schmidt. Der Saal hat 99 Plätze. Die Karten kosten 15 Euro, ermäßigt 12 Euro. Es gibt ein Café im Haus. Roonstr. 78, 24 24 85. ComediaKleinkunst und Kabarett sind in der Comedia zu sehen. Das Haus wurde seit Gründung in 1982 vor allem durch das Kinder- und Jugendtheater Ömmes und Oimel bekannt. Unter einem sachlicheren Namen wird das Konzept im neuen Haus in der Nähe des Volksgartens fortgeführt. Seit dem Umzug im August 2009 gibt es zwei Säle, der rote mit fast 400 und der grüne mit 180 Plätzen. Damit ist die Comedia mehr als zuvor eines der größeren Theater in Köln. Kartenpreise zwischen 12,50 und 16,00 Euro plus VVK-Gebühr. Vondelstr. 4-8 888 77 0.
Theater am Dom
Auf der Bühne im Souterrain der Opern Passagen sind oft gut inszenierte und von Kritikern gelobte Komödien zu sehen, oft auch besetzt mit prominenten Gesichtern aus bekannten TV-Serien. Der Theatersaal bietet 376 Plätze, die Eintrittskarten kosten 13 bis 29 Euro. Glockengasse 11, 258 01 53. Hänneschen Theater
Stockpuppentheater in kölscher Sprache mit Stücken aus dem Leben im alten Köln. Die Stars sind das Hänneschen, Freundin Bärbelche sowie Tünnes und Schal. Das Quartett wird begleitet von weiteren Charakteren, die alle einfach zum Schießen sind. Wer sich auf das originelle Schauspiel einlässt, kommt aus dem Lachen nicht mehr heraus. Deshalb sind die 284 Plätze im Theater von 1802 auch meist belegt, bzw. die Vorstellungen durchweg ausverkauft. Man sollte lange vorausplanen. Eisenmarkt 2-4, 258 12 01. Klüngelpütz Theater
Menschliche Schwächen sind das Hauptthema im Klüngelpütz, seien es die von Politikern, Männern oder beide in (häufiger) Kombination. Aber auch Frauen bekommen ihr "Fett weg". Auf der Bühne wird gnadenlos reflektiert, was vor allem unsere prominenten Zeitgenossen öffentlich so verbreiten. Die Prinzipalin des "Klüngelpütz", Marina Barth, ist immer auch die Hauptakteurin der Bühnenstücke. Mal leise und zart im Auftritt, mal dynamisch bis provozierend, so präsentiert sich die zierliche Powerfrau auf der Bühne des kleinen und intimen Theaters. Begleitet wird Marina Barth vom Komponisten und Pianisten Ewald Gutenkunst, ihr kongenialer Partner auf der Bühne. Der Eintritt kostet einheitlich 19,50 Euro. Gertrudenstr. 24, 0152 04 44 33 68. Senftöpfchen-Theater
Das Theater ist Kölns älteste Kleinkunstbühne und gilt auch überregional als eine erste Adresse für Kabarett, Comedy und Show. Hier bei Alexandra Kassen hatte so mancher Bühnen- und TV-Stars seinen Karrierestart. Das Haus hat 178 Plätze und so eine intime Atmosphäre zu bieten. Karten kosten zwischen 16 bis 21 Euro. Außerdem gibt es eine Verzehrpflicht. Große Neugasse 2, 258 10 58. Theater am Sachsenring
Das Theater in der Südstadt ist für Kleinkunst und Kabarett bekannt, nicht zuletzt auch durch die witzigen Komödien von Tony Dunham, der seit 1992 für das Theater schreibt und hier auftritt. In jeder Saison gastieren ferner Künstler im Haus, die sehr gut, zugleich noch nicht so bekannt - also Geheimtipps - sind. Im Theater am Sachsenring finden 95 Zuschauer Platz, die Räume sind klimatisiert und im Foyer gibt es eine Bar mit Erfrischungen. Sachsenring 3, 31 50 15.
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