Karneval in Köln

Der Karneval ist das größte Kölner Volksfest. Jede Session beginnt am 11.11. um 11:11 Uhr und wird von der Bühne auf dem Heumarkt ausgerufen. Mitten in einer sonst eher düsteren Jahreszeit blüht die Kölner Altstadt zu einem eintägigen Straßenfest auf, das zudem noch kostenlos ist. Danach und in der Adventszeit ist Pause, denn von Ende November bis Heiligabend ist in Köln die Zeit der Weihnachtmärkte. Doch gleich nach Neujahr geht es mit nach der Prinzenproklamation weiter bzw. so richtig los. Dann wird das Kölner Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau in einem feierlichen Akt vom Kölner Oberbürgermeister in das Amt eingeführt. Ein Höhepunkt jeder Session ist die Eröffnung des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht, dem Donnerstag vor Rosenmontag. Bevor ein ganztägiges Bühnenprogramm mit den "Bläck Föös", den "Höhnern" oder Brings beginnt, eröffnen der Oberbürgermeister und der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval die "tollen Tage", an denen es bis Aschermittwoch in ganz Köln unzählige Parties, viele Sitzungen, Bälle und Karnevalsumzüge gibt. Höhepunkt jeder Session ist der Rosenmontag, wenn "D'r Zoch kütt!". Gut zwei Millionen Jecken stehen am sechs Kilometer langen Zugweg. Zentner von Kamelle (Bonbons), Strüßjer (kleine Blumensträuße) und ganze Pralinenschachteln werden von den Wagen auf das Jeckenvolk geworfen. Höhepunkt ist für alle ist die Ankunft des Dreigestirns. Bauer und Jungfrau auf einem gemeinsamen Wagen und der Prinz auf einem eigenen kurz dahinter werden begeistert empfangen. Danach folgen -in orange "Kostüme" gekleidet und mit Besen bewaffnet- die fleißigen Helden der Kölner Abfallentsorgung.

Mehr zum Karneval beim Festkomitee des Kölner Karnevals, 57 40 00 oder www.koelnerkarneval.de. Infos über Tribünenplätze unter 221-25873.


Kölner Sommer 2012: So schön wird es wieder

Blick auf die Altstadt mit Dom und Groß St. Martin. Foto: Wagner/NCT


Ausgehen in Köln - die Viertel

Auch wenn das neue Karnevalsmotto für viele komisch klingt, aber es stimmt: Köln hat viel zu bieten, darunter auch Musik der "Sixties"

Wie wär's mit einem Ausflug in die klassischen Vergnügungsviertel Kölns? Wir stellen Ihnen hier die vier wichtigsten vor: Los geht's natürlich bei A wie Altstadt, die zwischen Dom und Heumarkt am Rhein gelegen ist. Hier ist vor allem am Wochenende viel los mit Musik und Spaß in den Kölschkneipen, Jazzlokalen und Restaurants. Im Sommer, wenn man wirklich schön in den Biergärten am Biergarten in der Kölner Altstadt am Rheinufer sitzen kann, ist in der Altstadt an jedem Tag und dann vor allem abends eine Menge los. Auch im Belgischen Viertel wird gefeiert, wohl aber weniger volkstümlich.  Medienleute, Schauspieler, Künstler und Studenten gehen hier aus. Dieses Viertel ist auch ein beliebtes Wohnquartier der City. Das Friesenviertel ist dagegen bei den Nachtschwärmern die beliebteste Spaßzone Kölns. Hier ist die Auswahl an Bars und Szenelokale wohl auch am besten. Zwischen dem Belgischen Viertel und Friesenviertel verläuft die Ringstraße, die in diesem Abschnitt Hohenzollernring heißt und vom Friesenplatz zum Rudolfplatz verläuft. Dort entlang und ringsherum sind Bars, Clubs und Restaurants mit Drinks, gutem Essen und Musik zu finden. Wer in einem original kölschen Viertel ausgehen will, dem bietet sich die Südstadt rund um den Chlodwigplatz an. Das Zülpicher Viertel oder auch "Kwartier Latäng" (kölsch für Quartier Latin) ist wegen der Nähe zur Universität vor allem bei Leuten unter 30 und aus dem studentischen Milieu sehr beliebt.

Infos zur Erreichbarkeit der Veedel mit Bus und Bahn gibt es unter www.kvb-koeln.de oder 547-0.


Dynamik und Tradition

Funkemarieche und Tanzoffizier. Foto: Festkomittee Kölner Karneval


Feste und Spektakel 2013

MAI - Kölner Weinwoche. Viel früher als das heute dominante Kölsch war in Köln der Wein das Getränk Nummer 1. In diesem Sinne läutet seit 30 Jahren eine erfolgreiche Veranstaltung rund um den Wein aus deutschen Landen den Frühling ein: Die Kölner Weinwoche. Sie findet jedes Jahr im Mai an 12 Tagen auf dem Heumarkt satt. 27 Winzer aus acht Anbaugebieten bieten 500 Weine aller Rebsorten, Jahrgänge und Qualitätsstufen aus Baden, Franken, Nahe, Rheingau, Rheinhessen, Mosel-Saar-Ruwer, Rheinpfalz und Württemberg zur Verköstigung an. Oft ist der Winzer selbst anwesend und gibt Auskünfte zu seinen Weinen. Zudem gibt es Imbiss- und Süßwarenstände. Eröffnet wird die Weinwoche durch einen Kölner Bürgermeister, verschönt durch die Deutsche Weinprinzessin des Jahres und musikalisch begleitet durch ein Kölner Musikkorps. Infos unter 25 28 69.

JULI- Christopher Street Day. Zwei Tage dauert das Spektakel rund um die Selbstdarstellung von Schwulen und Lesben, die aus aller Welt nach Köln kommen. Die Show steigt 2013 wieder Anfang Juli. In den Szeneclubs und auf Bühnen in der Altstadt gibt es ein buntes Programm. Höhepunkt ist die CSD-Parade am 8. Juli, an der 2010 über 30.000 Schwule und Lesben zu Fuß und auf 120 Wagen in oft heißer Klamotte teilnahmen. Das Spektakel sahen dieses Jahr 9000.000 Zuschauer als Zaungäste. Infos unter 25 28 69.

SEPTEMBER - Dä längste Desch vun Kölle. "Dä längste Deesch (Tisch) vun Kölle" ist ein echtes kölsches Volksfest und so beliebt wie das Viertel, in dem es stattfindet. Jedes Jahr im September kommen auf den Tisch fast alle Spezialitäten aus Köln: Kölsch, deftiges Essen und Musik zum Abrocken und Schunkeln. Die Severinstraße ist für ein Wochenende ein großer Bazar mit vielen Ständen entlang des Weges. Auf Bühne vor der Severinskirche gibt es dann ein buntes Musikprogramm mit Promis aus Köln.

DEZEMBER - Vier Weihnachtsmärkte 2013. Vier schöne große Weihnachtsmärkte gibt es in der Kölner City. Geöffnet jedes Jahr immer von Montag nach Totensonntag bis zu 23. Dezember. Auf dem Alter Markt (seit 2008 neu gestaltet) ist es vor der Altstadtkulisse gemütlich. Am Dom sind die Toplage und die Lichtgirlanden sehr attraktiv. Auf dem Neumarkt (auch seit 2008 neu) findet man den größten Markt mit einem sehr gutem Angebot. Und am Rudolfplatz gibt es den Märchenmarkt mit der handgeschnitzten Krippe.


Kölner Lichter 2013

köln stadtführungen köln stadtrundfahrtKöln ist die deutsche Hauptstadt der Lebensfreude. Denn so viele und große Feste wie hier gibt es sonst kaum irgendwo. Seit 2001 wird der üppige Kölner Festkalender nun durch das Großereignis der "Kölner Lichter" bereichert. Auch 2012 findet das Volksfest statt und zwar am Samstag, den 14. Juli 2012. Alles dreht sich um Lichter und Musik - bei kostenlosem Eintritt übrigens. Los geht es am Nachmittag mit einem Bühnenprogramm im Deutzer Tanzbrunnen. Von dort wird die Musik über Lautsprecher auf beide Rheinseiten übertragen, wo sich am Ufer Getränke- und Imbisswagen befinden und so für einen angenehmen Komfort der Gäste sorgen. Wenn es dann um 22:00 Uhr dunkel ist, dann startet im südlichen Vorort Porz ein Konvoi von rund 50 bunt beleuchteten Schiffen in Richtung Altstadt. Die Schiffe kommen unterwegs an sechs kleineren Feuerwerken vorbei, die den Konvoi begrüßen. Gegen 22:30 Uhr erreicht der "Flottenverband" die Kölner Innenstadt. Empfangen werden die Schiffe hier von 500.000 brennenden Wunderkerzen, die an die Besucher an beiden Ufern kostenlos verteilt wurden. Danach gehen die Schiffe in Position und bleiben zwischen Hohenzollern- und Zoobrücke vor dem Rheinpark liegen, bis es dann um 23:30 Uhr soweit ist: das von Musik begleitete Höhenfeuerwerk der Superlative. Gut 30 Minuten dauert das von zwei Schiffsplattformen auf dem Rhein gezündete Feuerwerk. Synchron zu den erzeugten Sekundenbildern wird über die Lautsprecher an den Rheinufern eine zum Thema passende Musik abgespielt. Das Spektakel wird vom WDR Fernsehen live übertragen und von über zwei Millionen Menschen am Bildschirm verfolgt.

Mehr Infos über die Kölner Lichter und das diesjährige Programm für 2013 unter www.koelner-lichter.de.




Kölner Feste 2012/2013

Februar

Karneval. Straßenkarneval in 2014 über 6 Tage vom 27. Februar (Weiberfastnacht) bis 05. März (Aschermittwoch). Los geht das bunte Treiben an Weiberfastnacht um 11.11 Uhr auf dem Alter Markt. Mehr siehe links.

März

Lit.Cologne. Jedes Jahr im März findet Europas größtes Literaturfestival in Köln statt. So gab es etwa in 2012 an den elf Tagen 175 Veranstaltungen, bei denen meist renommierte Autoren aus ihren Werken vorlasen und die Zuhörer in den Sälen begeisterten.

Mai

Mülheimer Gottestracht. Schiffsprozession an Fronleichnam. Am Steg vor der Kirche St. Clement legt ein Schiff mit einem Weihbischof, den jüngsten Kommunionskindern und Messdienern rheinaufwärts in Richtung Dom ab. An der Zoobrücke wird gedreht, und es geht zurück nach Mülheim. Während der Rheinfahrt segnet der Weihbischof Land und Fluss. Die St. Sebastinus Schützenbrüderschaft begleiten das Schiff und geben Böllerschüsse ab. Karten für die Mitfahrt auf dem Prozessionsschiff kosten 5 Euro, für Kinder 2,50 Euro. 221 23345.

Juli

Christopher Street Day. Tausende Schwule und Lesben aus aller Welt feiern drei Tage lang von Freitag bis Sonntag in Erinnerung an einen Sommertag 1969 als es in der New Yorker Christopher Street zu  einem Aufstand der Schwulen gegen die bei Razzien regelmäßig auf sie einprügelnden Polizisten kam. Es ist ein Volksfest für jedermann in der Altstadt mit Bühnenprogrammen, Imbiss- und Bierbuden. Die Szenekneipen sind so gut wie durchgängig geöffnet und auf den Straßen sieht man an diesen Tagen ganz offen, wer zu wem gehört.  Den Höhepunkt des CSD ist die Parade am Sonntag nachmittag, wenn halbnackte und feixende Menschen zu Fuß und auf LKW-Ladeflächen zu brüllender Musik tänzerisch ihr Bestes geben (und "es" oft auch zeigen).

Kölner Lichter. Wie doch die Zeit vergeht! Dieses tolle Volksfest zieht nun schon seit 10 Jahren jeden Sommer über eine Million Besucher an, die nicht nur das erstklassige und dennoch kostenlose Bühnenprogramm am Nachmittag, sondern die Schiffsprozession und dann natürlich das musiksychrone Feuerwerk um 23:30 Uhr miterleben möchten. Auch in 2010 war es überwältigend und traumhaft, was Weco als die Spezialisten und Hersteller von Feuerwerk wieder an den Kölner Himlel gezaubert haben. Merke: Der Satz 'Wat nix kost' dat is auch nix', gilt in Köln nicht, wenn man die Kölner Lichter oder den Rosenmontagszug im Kölner Karneval nimmt. Hier wie da sind alle Gäste herzlich willkommen, und es kommt in Köln nicht auf die Brieftasche an.

August

Musikevent "c/o pop". Nach dem Schock über den Umzug der Musikmesse Popkomm nach Berlin, erwies sich das neue Event "c/o pop" (es bedeutet "Cologne on Pop") als voller Erfolg beim Publikum. Das 2004 gestartete "Festival für elektronische Popkultur" mit 400 Konzerten in 50 Clubs besuchen 50.000 Besucher. Und selbst nach Meinung der konservativen Presse ist die c/o pop nun die "wichtigste Musikmesse Deutschlands" (Rheinische Post Düsseldorf!).

September

Dä längste Desch vun Kölle. Urkölsches Fest im Severinsviertel entlang der Severinstraße. Eröffnet wird das Fest seit 1980 vom Oberbürgermeister, es findet immer gegen Ende September statt. Hier im Veedel wohnten und lebten einst Heinrich Böll, Trude Herr oder Wolfgang Niedecken, den man auch den Bob Dylan der Südstadt nannte. Heute soll Tommy Engel, früherer Kopf der "Bläck Föös" nah an der Severinskirche wohnen. Der "Desch" (Tisch) ist ein besseres Straßenfest, an dem sich viele Läden auf der Severinstraße beteiligen. Es wird viel gegessen, was sich wegen der leckeren Spezialitäten vom Grill oder aus dem Kochtopf etwa der Metzgerei Schlüter lohnt. Auf den Severinskirchplatz nahe am Chlodwigplatz findet ein buntes Programm auf der Bühne statt.

Oktober

Köln Marathon 2013: Auf genau 42,195 km quer durch Köln beweisen jedes Jahr bis zu als 12.000 Läufer einen langen Atem, der bei knapp 8.000 Läufern für die Ankunft im Ziel ausreicht. Viele Prominente nehmen am Lang-Lauf im weiten Rund um den Dom teil, so etwa Jürgen Roters, Kölns Oberbürgermeister. Er ist wohl der sportlichste, den die Stadt je hatte. Start und Ziel ist vor dem Bahnhof Deutz am Ottoplatz.

November

Beginn und Eröffnung der Karnevalssession. 11.11. um 11.11 Uhr. Dieser Termin ist leicht zu merken und für jeden Jeck ein magisches Datum, denn nun beginnt die neue Karnevalsession.

Die Lange Nacht der Kölner Museen am 9. November 2013. Alle städtischen und einige private Museen der Domstadt laden zu von 19:00 bis 3:00 Uhr nachts in die Dauerausstellungen ein und bieten dort sowie in den Sonderausstellungen Führungen und Vorträge an. Der letzte Einlass ist aber schon um 2:15 Uhr, denn die Häuser sollen trotz aller Freude pünktlich schließen. Mit einem Ticket für 15,00 Euro ist nicht der Eintritt in alle Häuser, sondern der Zugang zu Konzerten, Parties, Lesungen sowie die Bus-Shuttles inbegriffen.

Dezember

Weihnachtsmärkte. Vier große und schöne Märkte gibt es in der Altstadt: Am Dom, auf dem Alter Markt, auf dem Neumarkt und auf dem Rudolfplatz. Seit 2010 lohnt es sich mehr denn je, gleich alle zu besuchen. Denn nach der neuen Konzeption der Märkte Neumarkt und dem Alter Markt 2008 gibt es ab 2010 auch einen neu konzipierten Markt am Dom. Das wird man an der Dekoration mit neuen Häuschen, den vielen LED-Sternchen und einem besseren Waren- und Speisenangebot bemerken. Wir freuen uns über die kölsche Weihnachtwelt und auf viele Besucher in Köln.