Hochburg der deftigen Kost

Kulinarisch liebt man es in Köln deftig und herzhaft. Zu den originalen Gerichten der "Kölschen Foderkaat" (Speisekarte), gehören die "Flönz" (Blutwurst), der "Halve Hahn" (ein Roggenbrötchen mit Holländer-Käse) oder das "Hämchen" (Schweinehaxe). Ebenfalls sehr beliebt ist auch der "Soorbrode" (Sauerbraten rheinischer Art) mit Klößen und Rotkraut. Die Speisen sind das Herzstück dessen, was in einem echten Kölner Brauhaus angeboten wird. Der Kölner an sich geht aber nicht täglich ins Brauhaus. Eine Alternative nicht nur zur Mittagszeit ist die Imbissbude. Auch hier geht es deftig und herzhaft, dafür etwas einfacher zu. Von jung bis alt, vom Handwerker bis zum Bankangestellten kommen Menschen aller Schichten und Milieus zum Essen hierher. Die Imbissbuden führen meist ein ähn- liches Menüprogramm, das einmal durch Pizza, ein anders Mal durch Gyros oder türkische Kebab ergänzt wird. Inzwischen verschwunden oder sehr selten ist in der City der einst typische Straßenverkauf von "Rievkooche", also den Reibekuchen. Und so trauert so mancher alter Kölner dem kleinen, weißgelben Pavillon auf dem Bahnhofsvorplatz nach, wo es lange Jahre tatsächlich leckere Kartoffelpuffer gab. Doch die Bude fiel der Platzerneuerung zurecht zum Opfer. Die nach 40 Jahren eklig-grauen Betonterrassen wurden ebenfalls abgerissen und machten einer breiten Treppe Platz, die seit Sommer 2006 gleich von vielen als Sitzplatz an der Sonne genutzt wird, fast wie in Rom.

Imbisse und Fastfood-Lokale finden Sie verteilt über die gesamte Kölner Innenstadt. Eine Auswahl von Adressen gibt es rechts und unten auf dieser Seite.


Kölner Imbiss-Klassiker

Fritten Rut-Wieß. "Fritten", also Pommes frites, gehören zu den Dauerbrutzlern in den Kölner Imbiss-Charts. Imbiss-Fans essen sie als Beilage zu fast jedem Gericht. Das kann eine Currywurst, Gyros oder Steak. sein Vor allem aber werden die heißen fettigen Kartoffelstreifen solo verspeist. Zu einer Portion Fritten gehören obenauf noch Ketchup oder Mayonnaise oder gleich beides.

Currywoosch. Ein weiterer Imbiss-Klassiker ist die Currywurst. Sie angeblich einst von einer Berliner Hausfrau erfunden worden sein: Eine Bratwurst wird in daumenbreite Stücke geschnitten, mit Currypulver bestreut und mit einer roten Sauce bedeckt. Dazu gibt es als Beilage meist Fritten (was sonst?) ohne alles oder mit Auflage in rot-weiß. Vitamine? Vielleicht B, A, S und F.

Rievkoche. Für Reibekuchen werden geschälte rohe Kartoffeln zu einem Brei gerieben, dem Öl, Gewürze und Zwiebel beigemengt werden. Als platte und fingerdicke Scheiben wird die Masse in heißem Öl gebraten, bis sie außen mittelbraun und knusprig ist. Dazu gibt es oft Apfelmus, das man aufstreicht. Als Beilage üblich sind auch Schwarzbrot, Preiselbeeren und Lachs.


Schön lecker essen und trinken

Von Frühling bis Herbst kann man in Köln überall draußen essen. Foto: NCT


Das Schnellrestaurant Nehring

Meist sind es Studenten oder Menschen Mitte 20, die am Wochenende rund um den Zülpicher Platz ausgehen. Gleich gegenüber der Herz-Jesu Kirche mitten auf dem Platz gibt es seit mehr als 30 Jahren das Schnellrestaurant Nehring. Wir haben vor vielen Jahren an anderer Stelle schon einmal über dieses Schnellrestaurant (was für ein schöner Retro-Name) über den Imbiss mit Sitzgelegenheiten berichtet. Damals war es noch im Look der Siebziger Jahre als außen wie innen die Farbe Orange am Werbetransparent über dem Eingang und in Form der Lampen über den Tischen dominierte. Das hat man leider geändert und modernisiert oder ehrlicher verschlimmbessert. Doch der Imbiss läuft weiterhin sehr gut. Es gibt halt für jeden etwas.
Zur Hausmannskost der "Nehringschen Küche" gehören die grundsolide Currywurst mit Fritten rotweiß (also mit Ketchup und Mayonnaise) genauso wie das Gyros oder die Frikadelle mit frischer Gemüsebeilage. Auch gefüllte Paprikaschoten, gegrillte Hähnchen und Schnitzel mit Jäger- oder Zigeunersauce erfreuen sich zu recht großer Beliebtheit bei den Nehring-Kunden. Zu denen gehören scheinbar Menschen fast aller Milieus, Schichten und Einkommensklassen - vom Banker über den Müllwerker bis zum Studenten. Bei den Akademikern in spe soll Nehring angeblich zur alternativen Mensa avanciert sein.

Adresse: Zülpicher Platz 4. Tel. 244 795. Geöffnet: Mo. bis Sa. von 7.30 - 3.00 Uhr, So. von 11.00 - 3.00 Uhr.


Deftiges Essen geht in Köln Hand in Hand mit dem Kölsch. Dessen Geschichte, Brauweise und die Kultur rund um Brauhaus und Köbes erfährt man in unserer zweistündigen Brauhaus-Tour.

Tipp: Machen Sie eine Stadtführung in Köln

Brauhaus-Tour

Das Wort "Kölsch" hat drei Bedeutungen: Herkunft, Sprache und das Bier. Bei unserer lustigen Brauhaus-Tour geht es um alle drei Begriffe, vor allem aber um das flüssige, trinkbare Kölsch. Wir haben viele lustige Anekdoten und Histörchen über den Kölner an sich, den Dialekt und das leckere Gebräu für Sie auf Lager. Gut gelaunt lassen wir uns im Brauhaus vom Köbes (dem Ober) ein Kölsch servieren und lernen das Kölsche Grundgesetz kennen. Dann studieren wir die "Kölsche Fooderkaat" (Speisekarte) und erfahren, wie der "Halve Hahn" zu seinem Namen kam.


Altstadt plus Rhein

Erleben Sie mit uns 2000 Jahre Kölner Stadtgeschichte von der Römerzeit bis heute. Wir führen Sie zu den schönsten Plätzen und Sehenswürdigkeiten der Kölner Altstadt und vermitteln Ihnen in vielen spannenden Anekdoten und Histörchen ein umfassendes Bild der alten Colonia. Dazu gehören u.a. der Dom (außen), das Historische Rathaus, der Alter Markt, das mittelalterliche Festhaus Gürzenich und viele mehr. Im Anschluss an diesen vielseitigen Rundgang unternehmen Sie eine einstündige Rheinrundfahrt und genießen vom Schiff aus den traumhaften Blick auf das wunderbare Kölner Altstadtpanorama. Bei dieser erfrischenden Rundfahrt können Sie wunderbar entspannen - und schöne Fotos von Köln machen.


Rheinauhafen

Seit 2000 Jahren ist Köln eine Hafenstadt, in der heute vier Häfen in vollem Betrieb sind. Einst gehörte auch der Rheinauhafen dazu, der jetzt ein neuer Stadtteil am Rhein ist. Silos und Lagerhallen wurden saniert und mit Büros und Wohnungen versehen. Topmoderne Gebäude entstanden neu, so etwa die drei großen Kranhäuser (Foto). Hinzu kommen Galerien, Läden und Restaurants. Der Mix ist spannend und gelungen. Wir zeigen Ihnen die Highlights.


Panoramatour

Köln hat wunderbare An- und Ausblicke. Das Altstadt- und Rheinpanorama ist weltberühmt. Auf unserer Panoramatour zeigen wir Ihnen die schönsten Aussichten auf die Stadt, sodass Sie schöne Fotos machen können. Dom, romanische Kirchen und viele schöne Bauten aus neuerer Zeit wollen von Ihnen entdeckt und erfahren werden. Am Beispiel der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Orte aus 2000 Jahren Kölner Geschichte machen wir das alte Köln bis in die Gegenwart in vielen Anekdoten und Histörchen lebendig. Der Höhepunkt des Programms ist die Fahrt auf die Plattform des "KölnTriangle", wo wir auf 100 Metern Höhe unter feine herrliche Aussicht auf Köln und die umliegende Region genießen werden.