Das Brauhaus Früh
am DomDas größte Brauhaus der Altstadt hat sich zum Flagschiff der Zunft gemausert und ist auch zum Schauen einen Besuch wert Wer
nach Köln reist, das den Besuch in einem der
traditionsreichen Brauhäuser nicht versäumen. Rund um den Dom gibt es
mehr als ein halbes Dutzend davon, darunter Kölns
größtes Brauhaus, das Früh am Dom. 1904 von Peter Josef
Früh gegründet, ist es heute für viele
Spezialitäten der "Kölschen Fooderkaat"Typische Gerichte der kölschen Speisekarte, die sehr lecker sind. Und sie passen hervorragend zur flüssigen Spezialität Kölns, dem Kölsch. Halver Hahn. Oft bekommt man nach ein paar Kölsch Appetit auf etwas Herzhaftes. Wer einen Halven Hahn von der Speisekarte bestellt hat und ein halbes Hähnchen erwartet, wird staunen: Der Köbes wird ein Röggelchen (Roggenbrötchen), Butter und eine Scheibe mittelalter Gouda-Käse bringen. Darauf streicht man dann noch ein wenig Mostert, also Senf, und fertig ist der Genuss für den Gaumen. Klingt kurios, schmeckt zum Kölsch aber wirklich lecker. Es gibt viele Legenden über diese Mahlzeit mit dem irreführenden Namen, erfahren Sie mehr im Brauhaus. Kölscher Kaviar. Ein wenig Ironie und Humor wie im Karneval steckt in den Namen der typischen Kölner Speisen. Dazu zählt auch der Kölsche Kaviar mit Musik - das ist ein Stück Flönz (Blutwurst), das gebraten und mit Zwiebelringen garniert wird. Wer fragt, worin denn die Musik besteht, warte auf die Verdauung der Zwiebeln. Alles klar? Doch auch ohne unerwünschte Misstöne und Gerüche kann man diese Spezialität genießen und sogar die Gesundheit fördern. Denn bei Himmel un Äd (Himmel und Erde) gibt es zur gebratenen Flönz ein Gemisch aus Apfelstücken (für den Himmel) und gestampften Kartoffeln (als Symbol für die Erde). Hämchen. Deftig und kräftig ist auch dieses Gericht, das es ähnlich zubereitet etwa auch in Bayern gibt. Im Kölschen Brauhaus wird Ihnen als Hämcher eine meist recht große Schweinshaxe serviert, die gepökelt und in einer Wurzelsud gekocht wurde. Zur Haxe ißt man Sauerkraut und Kartoffelpüree als Beilage und würzt das rosige Fleisch mit mittelscharfem Senf. Das Fleisch ist übrigens sehr zart, die Schwarte kann man getrost beiseite legen. In jedem Fall ist dieses Menü ein Fall für den richtig großen Hunger bei oder nach einem langen Besuchstag in Köln - und richtig stilecht wie die anderen Gerichte ist es auch. Kölsche Gemütlichkeit im Brauhaus
Kölsch- und BrauhauskulturKölsch soll (wie jedes Bier) immer frisch getrunken
werden und das gelingt in kleinen Einheiten nun mal am besten. Gut 20
Kölschmarken gibt es derzeit. Die meisten hiervon werden heute in großem
Umfang hergestellt, nur das Kölsch von Malzmühle und Päffgen kommt noch
aus der Hausbrauerei unweit der Schänke. Kölsch trinkt man am besten in
einem tr Tipp: Wer eine Stadtführung in Köln mit Schwerpunkt auf die "Kölsch-Geschichte" der Stadt erleben möchte, der bucht für seine Besuchergruppe die Brauhaus-Tour. Stadtführungen in Köln für GruppenBrauhaus-Tour Brauhäuser in der Kölner AltstadtBrauhaus PäffgenDas Päffgen ist ein unter den Traditonshäusern ein Besonderes. Im typischen rustikalen Ambiente trinkt man das leckere Kölsch vom Faß aus der eigenen kleinen Hausbrauerei im Hof. Zum Kölsch ißt man auch im Päffgen vor allem deftige
Gerichte, so etwa der Halve Hahn und
warme Speisen. Der kleine Biergarten im Innenhof ist im Winter mit Glas überdacht und beheizt. Gaffel am DomIm Gebäude des einstigen "Alt Köln" befindet sich das Brauhaus "Gaffel am Dom". Auf 1.300 m²
findet man das typisch-rustikale Mobiliar wie etwa die blanken hellen
Holztischplatten, dunkle Wandvertäfelungen und ein echt wirkendes, von
innen befeuertes Oberlicht. Schön anzusehen sind auch die kupfernen
Sudkessel an der linken Raumseite. Draußen gibt es zur Bahnhofsseite hin ein kleiner Biergarten. Bierhaus En D'r SalzgassDas "Bierhaus En d'r Salzgass" ist ein weiterer schöner Stein im bunten Mosaik der Bier- und Brauhäuser der Kölner Altstadt: recht groß, die Plätze und Nischen auf mehrere Ebenen verteilt und stilgerecht rustikal mit viel dunklem Holz und blank geschliffenen hellen Tischplatten ausgestattet. Ausgeschenkt wird das in Köln zurecht beliebte Päffgen Kölsch und natürlich vieles mehr mit und ohne Alkohol. Auch das Essen ist zu empfehlen. Brauhaus Zur MalzmühleUrsprüngliches und einfaches Brauhaus. Das Kölsch wird hier im Hause gebraut. Wie gut es ist, das erfuhr der damalige US-Präsident Bill Clinton, als er zum Weltwirtschaftsgipfel 1999 in Köln war. Ganz angetan von der Kölner Spezialität soll Clinton dann frei nach John F. Kennedy gesagt haben: "Ich bin ein Kölsch!". Peters BrauhausTypisch rustikales und geschmackvolles Interieur hinter einer schönen und edlen Hausfassade. Gemütlich wie doch fast alle Brauhäuser ist das Peters in verschiedene Bereiche unterteilt, so etwa der "Malerwinkel" oder das "Kapellchen". In der "Braustube" gefällt das Oberlicht aus buntem Bleiglas. So macht das Essen und Trinken Spaß. Sion BrauhausEin beliebter Treff für Kölner und Köln-Besucher. Das Sion ist ein ebenfalls recht großes Brauhaus, dennoch ist es etwas gemütlicher als andere. Von der Decke hängen Leuchten mit Lampenschirmchen, die ein warmes Licht spenden. An den Wänden prangen große Köln-Gemälde aus alter Zeit und ein Porträt von Konrad Adenauer. Alles in allem also eine heimelige Atmosphäre, wo das Sion Kölsch und die Speisen gut schmecken. Sünner im WalfischDas Brauhaus "Sünner im Walfisch" ist einem schönen Haus aus dem 17. Jahrhundert gelegen, das einst gar nicht hier stand. Es wurde 1935 Stein für Stein hierher umgesiedelt. An dieser Stelle gab es aber schon seit 400 Jahren ein Brauhaus. Heute wird das Haus von Sünner, einer Brauerei in Kalk, einem rechtsrheinischen Teil Kölns geführt. Nicht nur das gute Kölsch und die Speisekarte, allein das nette Lokal lohnt einen Besuch. Gilden im ZimsDas "Gilden im Zims" ist ein großes Lokal auf drei Ebenen in einem schönen Renaissancegebäude von 1568. Für das noch recht junge Brauhaus in dem modernisierten Haus hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen und besinnt sich hier zurück auf den Typus des Kölschen Helden. Dies sind viele Männer und wenige Frauen, die in der Kölner Stadtgeschichte eine ganz besondere Stellung haben, angefangen bei Julia Agrippina über Albertus Magnus und Heinrich Böll bis zu Konrad Adenauer. Alle sind im Haus abgebildet oder anderweitig verewigt.
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