Messe- und Kongreßstadt Köln

Die Koelnmesse wurde 1922 auf Betreiben von Konrad Adenauer gegründet, das Messegelände ist heute das viergrößte der Welt

Seit der Römerzeit ist Köln weltweit einer der wichtigsten Plätze für den Warenhandel und ein bedeutender Treffpunkt für die Wirtschaft. Heute tragen die Messe und die ebenfalls städtische Gesellschaft KölnKongress dazu bei, diese Tradition mit Erfolg fortzuführen. Die Kölner Messe wurde 1922 auf Initiative und Betreiben des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer, dem die Stadt auch den Grüngürtel verdankt, gegründet. Die "koelnmesse", wie sie nun in einer international angepassten Weise geschrieben wird, betreibt das zur Zeit viertgrößte Messegelände der Welt mit einer Fläche von 284.000 Quadratmetern, verteilt auf 11 Messehallen. Dort werden jährlich 60 Fachmessen ausgerichtet. 25 davon gehören zu den weltweit wichtigsten Messen einer bestimmten Branche, die so genannten Leitmessen, zu denen etwa die Anuga, die Internationale Möbelmesse, photokina, Orgatec oder die Art Cologne gehören. In den Hallen der koelnmesse kommen dann rund 42.000 Aussteller aus 120 Ländern mit mehr als zwei Millionen Besuchern aus über 200 Staaten zusammen. Im Congress Centrum auf dem  Messegelände finden jährlich rund 2000 Kongresse statt mit insgesamt fast 600.000 Besuchern aus 200 Ländern. Köln als Messe- und Kongressmetropole bietet jenseits des Messegeländes weitere Kapazitäten für geschäftliche Ausstellungen und Meetings aller Art, so etwa in Hotelsälen oder in ehemaligen Fabrik- oder Werkshallen, die meist mit moderner Konferenz- und Bürotechnik ausgestattet sind. Und für den ganz großen Rahmen, wie etwa Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften, stehen im riesigen Ovalsaal der Kölnarena noch einmal über 18.000 Sitzplätze unter einem Dach bereit.

KölnMesse, 821-0 oder www.koelnmesse.de. Bei Fragen zu Kölner Kongresskapazitäten: 821-2121.


Tipps für Messebesucher

So kommen Sie zum Messeareal in Köln-Deutz

Transfer zur Messe. Vom Airport Köln/Bonn: Seit Mitte 2005 fährt die S-Bahn in 15 Minuten vom Airport zum Messegelände. Ausstieg ist an der Station "Köln Messe/Deutz". Von dort sind es etwa fünf Minuten Fußweg zum Eingang Südhallen. Die einfache Fahrt kostet 2,40 Euro für Erwachsene, für Kinder 1,20 Euro. Vom Flughafen Düsseldorf: Die S-Bahn oder den Busshuttle nach Köln nehmen, der morgens zweimal zum Messegelände in Köln-Deutz fährt. Die Fahrzeit beträgt ca. eine Stunde. Vom Hauptbahnhof Köln: Mit der S-Bahn eine Station bis "Köln Messe/Deutz" und fünf Minuten Fußweg zu den Hallen. 

Das Messegelände. Das Messegelände umfasst 11 Hallen, die sich auf die neuen Nord- und die Südhallen (früher Osthallen) verteilen. Die 1924 von Konrad Adenauer eröffneten Rheinhallen wurden zum Medien- und Bürocenter umgebaut und dienen als Sitz für den TV-Sender RTL und die HDI Gerling Versicherung. Die neuen Nord- und Südhallen erreicht man außer mit Zügen der Deutschen Bahn (DB) und den S-Bahnen mit den Stadtbahnlinien 1 und 9 (Haltestelle "Bahnhof Deutz/Messe") sowie 3 und 4 (Haltestelle "KölnMesse").

Zutritt und einchecken. Zu den Messen haben oft nur Fachbesucher Zutritt. Als Nachweis gilt etwa ein Gewerbeschein. Die Eintrittspreise variieren nach Besuchsdauer, Personenkreis und ob die Karte im Vorverkauf oder an der Messekasse gekauft wird. Wenn es auch Publikumstage gibt wie bei der beliebten Photokina, dann sind die Eintrittskarten oft preislich reduziert. Folgende Kreditkarten werden akzeptiert: Eurocard, Mastercard und American Express. 


Die "Piazza" auf dem Gelände der Koelnmesse. Foto: Koelnmesse GmbH


Expo XXI im alten Paketzentrum

Von historisch bis modern: Wer in Köln eine Kongressfläche sucht, hat hier die volle Auswahl. Expo XXI vereinigt beides unter einem Dach

Zum Glück hat Köln trotz der Verluste im Zweiten Weltkrieg noch viel vom alten Gebäudebestand behalten. Dazu gehört etwa das alte Paketzentrum der Bundespost im Gladbacher Wall, nahe der Inneren Kanalstraße. Biegt man von der Krefelder Straße ein, so geht es über Kopfsteinpflaster in ein scheinbar etwas unwirtschliches Gelände, dem man eine alte Gewerbetradtion ansieht. 1895 war das Gebäude aus massiven Ziegelstein errichtet worden. Heute kann man hier in drei Bereichen, dem Foyer mit 600 qm, der großen Halle mit 4.000 qm und ebenfalls im Konferenzzentrum mit 772 qm in sechs Räume abtrennbare Fläche Veranstaltungen aller Art buchen. In der großen Halle mit acht Metern Deckenhöhe finden bis zu 3700 Menschen Platz, der Konferenzbereich im linken Gebäudeflügel fasst bis zu 800 Menschen. Jüngst ergänzt wurde das Raumangebot durch den 765 qm großen "Event Loft". Die rustikale Umgebung mit dem Ziegelsteingemäuer und den rund gemauerten Gewölbedecken verströmt hier ein ganz besonderes Flair. Im EXPO XXI ist man so gerüstet für Ausstellungen wie der erfolgreichen Kunstmesse "art.fair", der Feinschmeckermesse "Eat' n Style" mit den populären Kochshows, Produktpräsentationen, Karnevalssitzungen, Konzerte, Hauptversammlungen, Workshops und Seminare. Die Infrastruktur soll mit Stromversorgung, IT/TK (mit DSL und W-LAN), Klimatisierung sowie Licht und Sound auf dem neuesten Stand sein. Dem Gebäude gegenüber befindet sich ein Parkhaus mit 400 Plätzen. Die Hallen der Expo XXI werden von der britischen Expomedia plc. betrieben.

Adresse: Gladbacher Wall 5, 50670 Köln. Kontakt unter
355 77-0 oder www.expoXXI.de.  



Säle für Kongresse und Tagungen

Gürzenich

Der Gürzenich gilt als die gute Stube Kölns. Das Festhaus wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Hier empfingen die Kölner Ratsherren Kaiser und Könige. Das zeigt schon den Rang dieser Stätte. Auch die Lage ist erstklassig, Dom und Hauptbahnhof sind zu Fuß nur fünf Minuten entfernt. Innen ist der Gürzenich technisch auf dem neuesten Stand. Es stehen fünf Räume zur Wahl für 150 bis 1.300 Personen. Vermietung durch Kölnkongress. Kontakt über 92589911.

Baloni Hallen

Die Balloni-Hallen sind in einer mehr als 100 Jahre alten Industrieanlage im Vorort Ehrenfeld gelegen. Dort stehen zwei technisch top moderne Räume zur Wahl: Der Saal mit 140 und die Halle mit 500 m². Außer den Räumen kann man die komplette Ausstattung und Dekoration buchen. Kontakt: 51 70 76.

KOMED

Der Mediapark ist eines der sichtbarsten Zeichen für Köln als deutsche Medienstadt Nummer eins. Hier haben Firmen der Medienbrache ihren Sitz, darunter Onyx TV, Radio Köln oder der renommierte Musikverlag EMI. In dem kreativen Umfeld bietet das Kommunikations- und Medienzentrum (KOMED) Räume für viele Anlässe und in variablen Größen an. So fasst der große Saal bis zu 300 Personen, hinzu kommen elf weitere Seminarräume für 25 bis 200 Personen. Kontakt: 57 43 142

E-Werk

Überregional bekannt ist der Name E-Werk Köln seit Eröffnung 1991 nicht nur durch Konzerte berühmter Bands und den Discobetrieb, sondern auch durch die jedes Jahr aufs Neue überragende Stunksitzung. Als Disco hat das mehr als 100 Jahre alten Gebäude eines früheren Kraftwerks inzwischen leider ausgedient. Nach einer Renovierung setzt man nun auf Mottopartys zu fixen Terminen, auf Konzerte, Comedyshows und Kongresse, die auf 100 bis 800 qm mit bis zu 650 Sitzplätzen stattfinden können. Kontakt: 9679-908.

Wolkenburg

Köln war einst Sitz sehr vieler Klöster. Eines davon war das der Benediktinerinnen an der Kirche St. Mauritius, Nähe Neumarkt. Heute heißt das schöne Haus mit dem ummauerten Innenhof "Wolkenburg" und beherbergt diverse Säle und Räume im mittelalterlichen Trakt mit so eleganten Namen wie "Margaux", "Alexiana" oder "Amadeus" für bis zu 450 Personen. Daneben gibt es ein Restaurant und eine Jazz-Kneipe für 140 und 60 Gäste. 92 13 26 0.

Hotels und sonstige Einrichtungen

Fast alle, vor allem aber die großen Kölner Hotels bieten Räume und relevante Dienste für Veranstaltungen an, so auch die fünf großen Häuser der "Take Five"-Gruppe: Barcelò, Pullman, Hyatt Regency, Maritim und Renaissance Hotel. Diese Handvoll blieb aber nicht lange unter sich. Denn inzwischen gehören 14 Hotels zu "Take Five". Das übersetzt man nun mit fünf Gründen, warum man dort buchen sollte. Mehr dazu verrät der Internetauftritt. Infos auch unter Tel. 221 233 25. Vergessen sollte man aber auch die vielen kleineren Hotels nicht, in denen man ebenfalls gut konferieren und tagen kann. Infos: Kongressabteilung von KölnTourismus unter 221 233 26.